“Und morgen bringe ich ihn um!”*

Warum wir abends im Bett noch mal schnell Mails checken.

Always on – ständige Erreichbarkeit

Wussten Sie, dass jeder dritte Bundesbürger kurz vor dem Schlafengehen – und damit meine ich nicht vor dem Zähneputzen, sondern eher vor dem Ausknipsen der Nachttischlampe – noch seinen E-Mail-Eingang checkt? Ja, wir beenden den Tag mit einem Tastendruck. Meine Freundin ist Assistentin einer der wenigen weiblichen Vorstände dieser Republik. Auch sie liegt abends im Bett und checkt Mails. Es ist ihr sozusagen in Fleisch und Blut übergegangen. Ihre Chefin liegt dann nämlich zeitgleich im Bett, und der ist das „Senden“ in Fleisch und Blut übergegangen. Das liegt daran, dass es dem Chef der Chefin ähnlich ergeht, weil es auch dem Aufsichtsratsvorsitzenden so geht.

Ja, diese Kette ließe sich gegebenenfalls bis an die Spitze dieser Republik fortsetzen, Frau Merkel! Bleibt eine Mail länger als zwei Tage unbeantwortet, machen wir uns Sorgen um den Geistes- oder Gesundheitszustand des Adressaten, vermuten ihn auf dem Meeresgrund oder unter der Schneelawine. Wir erwarten zumindest „Alles-klar“ oder „Ich-kümmere-mich“-Nachrichten, irgendeine Resonanz. Mit Leerstellen und Stille können wir kaum mehr leben. Wer nicht mailt, hat verloren. Auch unsere Chefs werden da plötzlich erstaunlich feedback-orientiert. „Haben Sie meine Mail/meine SMS bekommen?“ dürfte sich unter den Top 10 der am häufigsten ausgesprochenen Sätze befinden.

Warum wir also abends im Bett keine Mails checken sollten, lesen Sie hier.

Sie möchten gerne weiterlesen? Das Buch “Mal eben kurz den Chef retten” von Katharina Münk ist im August 2017 im Campus-Verlag erschienen. Weitere Informationen hier!

*Katharina Münk ist Bestsellerautorin von Sachbüchern und Romanen (“Und morgen bringe ich ihn um!”, “Die Insassen”) sowie unter dem Namen Petra Balzer als zertifizierter Personal Coach und Trainerin für Fach- und Führungskräfte tätig.