Das „Monkey-Management“…

… oder, der „jammernde Affe“ 

Vermeiden Sie jede Art der Rückdelegation

Jede Führungskraft kennt dieses Phänomen: Die Mitarbeiter kommen mit einem Problem (einem Affen) auf der Schulter zum Vorgesetzten und laden es dort einfach ab. Immer mit dem „beruhigenden“ Gedanken -Meldung macht frei- oder -ich habe es ihnen doch gesagt-. Die Führungskraft soll dann das Problem bzw. den Affen übernehmen und bewegt sich so zusehends ins eigene Hamsterrad.

Das Ergebnis ist in zweierlei Hinsicht fatal: Einerseits kommt die Führungskraft dadurch kaum noch zu ihren eigentlichen Aufgaben. Andererseits schleift sich dieses Muster im Unternehmen ein, die Mitarbeiter agieren unselbstständiger und sehen das Problem nicht mehr als ihr eigens an. Damit wird einen Teufelskreis in Gang gesetzt, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt. Also wehren Sie konsequent entsprechende Versuche einfach ab, indem Sie ihre Mitarbeiter um erneute Vorlage bitten, dann aber mit entsprechenden Lösungsvorschlägen. Hier ist immer wieder festzustellen, das vermeintliche Lösungsvorschläge oft nur komplexe Problembeschreibungen sind und dem Mitarbeiter nicht bewusst, dass er ein „Gegenteilsortierer“ ist und somit zu keiner echten Lösung kommt.

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Gleiches gilt aber auch für schlecht vorbereitete oder schlecht geleitete Meetings, wenn Aufgaben nicht eindeutig zugeordnet werden, für den Versand unnötiger E-Mails (auch cc-Problematik) und für Endlos-Analysen. Hier sind klare Hinweise auf erwartete persönliche Verhaltensweisen viel hilfreicher als das freundliche Ignorieren. Das  sind Grundlagen, die eine Arbeitsorganisation vereinfachen.

Aber bleiben Sie dabei konstruktiv und lassen auch Fehler bewusst zu. Im Gegenteil, fordern Sie doch bewusst dazu auf, dass Ihre Mitstreiter auch Fehler machen dürfen. Denn durch das Fehler machen verbessern Sie mittel- bis langfristig die Qualität, die Arbeit Ihres Teams und machen die Organisation insgesamt resilienter.