Über meine Freiheit entscheide nur ich …

… oder ein Richter nach Art. 104 GG.

Aber niemals „einfach nur“ eine Vollmacht.

Immer wieder gibt es in der Praxis Unklarheit darüber, ob ein Angehöriger oder Bevollmächtigter über die Freiheitsrechte eines Vollmachtgebers entscheiden darf, wenn dieses in der Vollmacht von dem Vollmachtgeber so explizit verfügt wurde. (wie z.B. im Pflegeheim oder Krankenhaus über Bettgitter, Bauchgurte oder geschlossene Unterbringungen nach Abs. 4, §1906 BGB)

Die einfach Antwort lautet: NEIN

Grundlage hierfür ist der Artikel 4 unseres Grundgesetzes.

Art. 104 GG

(1) Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden. Festgehaltene Personen dürfen weder seelisch noch körperlich misshandelt werden.

(2) Über die Zulässigkeit und Fortdauer einer Freiheitsentziehung hat nur der Richter zu entscheiden. Bei jeder nicht auf richterlicher Anordnung beruhenden Freiheitsentziehung ist unverzüglich eine richterliche Entscheidung herbeizuführen. Die Polizei darf aus eigener Machtvollkommenheit niemanden länger als bis zum Ende des Tages nach dem Ergreifen in eigenem Gewahrsam halten. Das Nähere ist gesetzlich zu regeln.

Wird eine freiheitsentziehende Maßnahmen (feM) für notwendig erachtet, so muss diese Maßnahme beim zuständigen Betreuungsgericht beantragt werden. Noch vor wenigen Jahren wurden diese Anträge massenhaft „durchgewunken“, hier hat in den letzten Jahre eine deutliche Sensibilisierung stattgefunden, so dass heute fasst immer ein/e Verfahrenspfleger/in hinzugezogen wird.  Die Bestellung eines Verfahrenspflegers oder einer Verfahrenspflegerin dient dem effektiven Rechtsschutz des Bewohners durch das Verfahrensrecht.

Bundesstatistik-2015

Der/Die Verfahrenspfleger/in ist zwar vom Gericht bestellt, dann aber nur dem Betroffenen gegenüber zu einer sachgerechten Rechtsvertretung verpflichtet. Er ist weder weisungsgebunden dem Gericht gegenüber noch Gerichtsmitarbeitern. Er ermittelt nicht für das Gericht, sondern muss sich in seiner eigenen Rolle eine eigene fachliche Meinung bilden.

Der/Die Verfahrenspfleger/in ist aktiv darum bemühen, dass Fixierungen  und Freiheitsentziehungen von kranken und alten Menschen (Bettgitter, Bauchgurte etc.) durch Alternativen im Sinne des „Werdenfelser Weg´s“ vermieden werden, wo immer das fachlich vertretbar ist. Und es ist erstaunlich oft vertretbar.

Weitere Informationen zu diesem Thema unter: www.Verfahrenspfleger-Hamburg.de

7 typische Motivationskiller – und wie Sie sie vermeiden

Nichts demotiviert Mitarbeiter so sehr wie schlechte Führung. Wie Chefs die Motivation ihrer Mitarbeiter zerstören – und wie sie es besser machen können.

Bildschirmfoto 2017-03-10 um 18.18.56

1. Unterforderung

Kein Wunder, dass die ewig gleiche Routine im Job zu den größten Motivationskillern gehört: Wer seit Jahren jeden Tag dieselbe Arbeit macht, wird irgendwann träge und gelangweilt. Und gerät womöglich in einen Teufelskreis des Stillstands – denn wer seine Arbeit ohne Engagement erledigt, qualifiziert sich damit nicht unbedingt für anspruchsvolle Aufgaben.

Das machen gute Chefs anders:
„Man sollte seine Mitarbeiter langfristig eher überfordern als unterfordern“, nennt Führungskräftetrainer Hartmut Laufer als Faustregel. “ Wer eigenverantwortlich anspruchsvollere Aufgaben übernehmen dürfe, sei häufig stolz und gebe sich besondere Mühe.

Natürlich gibt es in jedem Unternehmen Standardaufgaben, die gemacht werden müssen. Ein guter Chef sorgt dafür, dass diese ungeliebten Tätigkeiten nicht immer an denselben Personen hängen bleiben – indem sie etwa von Zeit zu Zeit Jobprofile neu zuschneiden oder Aufgaben im Team rotieren lassen. Und: Auch für sorgfältiges Erledigen von Standardaufgaben hat ein Mitarbeiter ein Lob verdient!

2. Fehlende oder falsche Informationen

Wie steht die Firma da? Welche Ziele verfolgt der Chef? Ist mein Arbeitsplatz sicher? Fragen wie diese beschäftigen Mitarbeiter, auch wenn sie sie oft nicht äußern. Erhalten Sie von den Führungskräften keine Antworten, ist das Gift für die Motivation. „Wenn wir Mitarbeiter befragt haben: ‚Was macht sie unzufrieden?‘ wurden mangelnde Informationen meist an vorderster Stelle genannt“, sagt Laufer.

Um nicht frühzeitig Unruhe zu stiften, würden Führungskräfte vor allem schlechte Nachrichten oft lange unter der Decke halten. Ein Fehler, findet Laufer: Schlimmstenfalls erfahren die Mitarbeiter die Neuigkeiten dann auf anderem Wege – was das Vertrauensverhältnis nachhaltig schädigen kann.

Vor allem in großen Unternehmen oder bei komplexen Arbeitsprozessen haben Mitarbeiter außerdem oft das Gefühl, dass ihre Arbeit unwichtig ist und nichts zum Unternehmenserfolg beiträgt. Die Folge ist der immer wiederkehrende Gedanke: „Was mache ich hier eigentlich? Ob ich mir Mühe gebe oder nicht, macht eh keinen Unterschied …“

Das machen gute Chefs anders:
Manchmal ist die Lösung so einfach wie nahe liegend: Regelmäßige Besprechungen helfen Ihrem Team, auf dem Laufenden zu bleiben. Doch selbst tägliche Meetings gehen am Ziel vorbei, wenn über die falschen Themen geredet wird. „Informieren Sie Ihre Mitarbeiter auch über unpopuläre Vorhaben“, rät Laufer.

Teilen Sie bei diesen Treffen auch Ihre unternehmerische Vision mit Ihren Angestellten. Und wagen Sie es ruhig, Leidenschaft zu zeigen – das steckt an.

3. Misstrauen

Ständige Kontrollen, keine Handlungsspielräume – Mitarbeiter merken rasch, wenn ihre Vorgesetzten ihnen nicht vertrauen. Die Folge: Die Motivation sinkt in den Keller, jegliche Eigeninitiative schwindet. Und nicht nur das: In einem solchen Klima des Misstrauens werden es Mitarbeiter kaum zugeben, wenn sie Fehler gemacht haben – das macht es schwerer, den Schaden zu begrenzen.

Das machen gute Chefs anders:
„Machen Sie das ruhig mal alleine“ – so manch kontrollwütige Chef muss für diesen Satz über seinen Schatten springen. Doch es lohnt sich. „Nur wer seinen Mitarbeitern einen angemessenen Vertrauensvorschuss gibt, kann erwarten, dass auch sie ihm Vertrauen entgegenbringen“, sagt Hartmut Laufer.

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeiter ist auch die Basis für eine gesunde Fehlerkultur im Unternehmen, in der Misserfolge als Chance verstanden werden, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Motivationskiller 4 bis 7 finden Sie hier.