Ärger im Job muss nicht nur negativ sein. Wer sich ärgert, hängt sich mehr rein.

Ärger im Job muss nicht nur negativ sein, wie eine Studie zeigt. Wer sich mit seinem Arbeitgeber identifiziert, wird sogar produktiver, wenn er sich ärgert. Statt zu schmollen, heißt es dann: „Jetzt erst recht.“

Stressiger Chef, nervige Kollegen: Im Berufsalltag lässt sich nicht jedem Ärgernis aus dem Weg gehen. Das kann, muss aber nicht negativ sein, wie die WHU – Otto Beisheim School of Management herausgefunden hat. In einer Studie haben Jochen Menges, Professor an der privaten Wirtschaftshochschule, Samantha Conroy von der Colorado State University und William Becker von der Virginia Tech Academy of Management untersucht, wie sich Ärger im Job auf die Arbeitshaltung und die Produktivität auswirkt.

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Wohlgemerkt Ärger, keine ernsthaften Konflikte. Letztere können Unternehmen nämlich richtig teuer zu stehen kommen und Mitarbeiter auf Dauer krank machen. Jedenfalls, wenn sie nicht vorher kündigen.

Wer aber nur handelsüblichen Ärger im Beruf hat, kann den dagegen zum Wohle der Firma nutzen – jedenfalls, wenn er sich mit seinem Unternehmen identifiziert. So zumindest das Ergebnis der WHU-Studie. „Für Menschen, die sich stark mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, ist Ärger in der Firma auch immer ein wenig Selbstvorwurf, da sie sich selbst als Teil der Organisation empfinden“, so Menges. „Daher neigen sie eher dazu, etwas zum Positiven verändern zu wollen – im Sinne der Firma“, erklärt Menges, Leiter des Lehrstuhls für Führung und Personalmanagement an der WHU. Wer seinem Arbeitgeber dagegen nicht oder weniger loyal gegenüber steht, der schreibt eher eine Kündigung, wenn er sich oft ärgert.

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Die Heimbetreiber denken um.

HAMBURG. Obgleich der demografische Faktor den Anbietern stationärer Pflege in die Karten spielt, werden die in der Branche ohnehin schon knappen Durchschnittsmargen weiter abschmelzen. Damit erhöht sich der Konsolidierungsdruck. Allerdings liegt das Heil nicht mehr im Aufkauf der Konkurrenz, sondern in Neubauten, mit denen sich Qualitäts- und Kostenvorteile realisieren lassen.
So lautet eine aktuelle Prognose der HSH Nordbank. Das Hamburger Bankhaus ist nach eigenen Angaben „einer der Top 5 Finanzierer von Pflegeeinrichtungen in Deutschland“ und begleitet jährlich „um die 20 Transaktionen im deutschen Pflegemarkt“.
2014 habe die operative Marge der Pflegeheime auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) durchschnittlich noch 2,8 Prozent betragen, heißt es. Vergangenes Jahr sei dieser Wert auf 2,6 Prozent gesunken. Für dieses Jahr erwarten die Analysten nur noch 2,4 Prozent und für 2017 2,3 Prozent.
Wenig Spielraum für Rentabilität
„Bei diesen schmalen Margen ist es nicht mehr selbstverständlich, dass nachhaltig die Finanzierungskosten verdient werden können“, erklärt der Gesundheitsexperte der HSH Nordbank, Thomas Miller.

Die Generation X und Y ist die „Maslowsche Bedürfnispyramide“ hinten herrunter gefallen.

Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow erforschte gesunde, erfolgreiche und glückliche Menschen. Dabei entdeckte er, dass man die menschlichen Bedürfnisse nach einer bestimmten Rangordnung einteilen kann. Alle Bedürfnisse zusammen kann man sich gut als Schichten einer Pyramide vorstellen. Leider haben sich die Bedürfnisse junger Menschen aus den sogenannten Generationen X und Y etwas verschoben und somit verlieren diese Menschen einen wichtigen Bezug zur Realität und auch zunehmend die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

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Achtsamkeit

„Es ist eine leise Revolution im Gange“

„Viele Menschen laufen auf Autopilot“, sagt Andreas de Bruin. Der Psychologe lehrt Achtsamkeit und Meditation. Er ist überzeugt, dass beides nicht nur Einzelnen guttut, sondern die Gesellschaft bereichert.

Kleiner Test: Wissen Sie noch, wie der Kaffee heute Morgen geschmeckt hat? Nein? Bei den meisten Menschen geht morgens schon der Autopilot an, sagt Achtsamkeitstrainer Günter Hudasch aus Berlin. Dadurch sind sie oft nicht bei dem, was gerade passiert. „Wenn sie unter der Dusche stehen, kochen sie in Gedanken Kaffee, wenn sie den Kaffee trinken, denken sie, ‚Ich muss los‘, und so weiter“, sagt der Vorsitzende des Verbandes der MBSR- und MBCT-Lehrer in Deutschland. Die beiden Abkürzungen stehen für verbreitete Trainingsprogramme für Achtsamkeit.

Hinzu komme das ständige Vergleichen mit anderen. „Wir sind immer am Checken“, sagt Hudasch. „Der Kollege hat schon wieder ein neues Auto – wie kann der sich das bloß leisten?“ Solche Vergleiche würden oft dazu führen, dass sich Menschen schlecht fühlen.

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Achtsamkeit zielt darauf ab, mehr im Jetzt und Hier zu leben. Es geht darum, dem Moment mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu ist es wichtig, den inneren Autopiloten abzuschalten und das Gedankenkarussell zu stoppen. Ziel ist es, mehr Gelassenheit zu entwickeln, erklärt Hudasch.

Das kann im Alltag in vielen Situationen helfen – an der Supermarktkasse, im Stau oder an stressigen Tagen im Job.

Warum sind Meditation und Achtsamkeit derart populär? Hier ein Interview mit Herrn Professor Andreas de Bruin zu diesem Thema.

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