Der Reformationstag am 31. Oktober wird 2017 ein bundesweiter Feiertag.

Am 31. Oktober erinnern evangelische Christen an die 95 Thesen, die Reformator Martin Luther 1517 der Legende nach an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hatte.

Bereits im Dezember 2012 hatte sich die Ministerpräsidentenkonferenz dafür ausgesprochen, den 500. Reformationstag mit einem bundesweiten Feiertag zu begehen. Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fassten bereits entsprechende Beschlüsse oder signalisierten Unterstützung.

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In den östlichen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Reformationstag immer ein Feiertag.

Link zur Veröffentlichung der Bundesregierung

Sicherheit durch freiheitsentziehende Maßnahmen ? Ein Irrweg mit schlimmen Folgen.

Immer wenn verwirrte und gebrechliche Menschen in Alten- und Pflegeheimen fixiert werden, spiele das Streben nach Sicherheit die entscheidende Rolle. Das ist der falsche Ansatz!

Gurte, Bettgitter und geschlossene Stationen – in den Pflegeheimen im Kreis Stormarn im Osten von Hamburg kommen sie nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz. Einige Heime schaffen es oft ganz ohne Fixierungen, wie zum Beispiel das „Haus am See“ in Lütjensee und das „Haus Billetal“ in Trittau.

Die Erfahrungen bei Pflegenden und Angehörigen: uneingeschränkt positiv.

Es ging um Sicherheit. Immer wenn verwirrte und gebrechliche Menschen in Alten- und Pflegeheimen fixiert werden, spiele das Streben nach Sicherheit die entscheidende Rolle. „Wir Pflegenden haben das so gelernt“, erzählt Michael Mitter, Pflegedienstleiter im „Haus am See“ in Lütjensee. „Unsere ganze Denkweise drehte sich darum, wie wir den alten Menschen vor Schaden bewahren können. Wie schädlich und auch grausam freiheitsentziehende Maßnahmen tatsächlich sind, das haben viele Menschen in den letzten Jahrzehnten völlig übersehen“, sagt der Pflegedienstleiter.

Gemeinsam mit ihrem 330 Mann und Frau starken Team machte sich das Unternehmen 2012 auf den „Werdenfelser Weg“, begleitet und beraten vom Einrichtungsleiter Frank Ulrich, der sich vorab zum Verfahrenspfleger ausbilden lassen hat. Mit den Richterinnen und Richtern der Amtsgerichte sowie mit den Hausärzten der Einrichtung fand man einige Mitstreiter, die das Ziel ,weniger Fixierungen’ „von Anfang an sehr motiviert vertraten“.

Heute liegt die sogn. „FEM-  Quote“ im „Haus am See“ bei 0%.   „Der größte Wechsel muss im Kopf der Menschen stattfinden“, sagt Frank Ulrich, und Michael Mitter nennt es den „wirklichen Erfolg bei der Sache“, dass eben dieses Umdenken im Unternehmen innerhalb von drei Jahren in großem Stil stattgefunden habe. „Wir hatten noch nie viele Fixierungen in unserem Haus und schon immer ein Bewusstsein für die Freiheit, aber wir haben ein noch größeres Bewusstsein dafür geschaffen, dass die Freiheit der Menschen höher zu bewerten ist als viele Sicherheitsaspekt.“

Link zum „Haus am See“ und weiteren Presseberichten zu diesem Thema

Die therapeutischen Lüge… O D E R ; „Nehmen Sie bitte noch Ihre Tablette, die ist g u t für Sie“

Nach aktuellen Erkenntnissen v e r k ü r z e n alle Neuroleptika die Lebensdauer dementer Patienten.

Und wenn die Tablette ein Neuroleptika ist?
Und wenn es, sagen wir mal „Risperdal“ ist?
Sicherlich haben Sie diesen Spruch auch schon oft gehört und vielleicht haben Sie sich dann auch gefragt, … stimmt dass denn eigentlich?
Sind Neuroleptika (gerade in der Langzeittherapie) denn wirklich „gut“?
Neuroleptika, auch Antipsychotika oder Nervendämpfungsmittel, wirken psychotischen Symptomen wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen entgegen. Gleichzeitig haben sie oft eine beruhigende, dämpfende Wirkung.
Neuroleptika werden vor allem bei schizophrenen Erkrankungen eingesetzt, und zwar sowohl zur Linderung der akuten Symptome als auch als Langzeitbehandlung, um Rückfälle zu verhindern. Weiterhin kommen sie bei Manien und schizoaffektiven Erkrankungen zum Einsatz.
Daneben werden Neuroleptika auch bei organisch bedingten psychischen Störungen und D e m e n z e n verordnet, bei denen es zu Verwirrtheitszuständen und starker Unruhe kommt.
Neuroleptika beeinflussen den Stoffwechsel des Botenstoffs Dopamin. Sie führen dabei zu einer Blockade der Rezeptoren für Dopamin im Gehirn, so dass der Botenstoff an der Empfängerzelle (der postsynaptischen Nervenzelle) keine Wirkung entfalten kann.
Die „atypischen“ Neuroleptika können zu massiver Gewichtszunahme führen. Damit steigt nicht nur das Risiko, an Diabetes zu erkranken, sondern auch das Risiko von Schlaganfällen.
Nach aktuellen Erkenntnissen v e r k ü r z e n alle Neuroleptika die Lebensdauer dementer Patienten.
Ein Bericht aus Großbritannien enthält folgende schockierende Berechnung:
Wenn 1.000 Patienten mit Demenz wegen Verhaltensstörungen zwölf Wochen lang atypische Neuroleptika einnehmen, führt das bei 91 bis maximal 200 von ihnen zu einer (geringen) Besserung.
Anderseits s t e r b e n etwa 10 Patienten zusätzlich und 18 Patienten erleiden einen Schlaganfall, der bei jedem Zweiten schwer ist. Dehnt man den Behandlungszeitraum auf zwei Jahre aus, kommen Hochrechnungen auf bis zu

1 6 7   z u s ä t z l i c h e   T o d e s f ä l l e .

Der Nutzen dieser Psychopharmaka bei Demenzkranken ist also gering, der Schaden groß. Erstaunlich ist, dass trotzdem der größte Teil der Ärzte und des Pfegepersonals meint, Neuroleptika würden in dieser Situation gut helfen. Gleichzeitig sind aber dieselben Fachleute der Ansicht, vor allem nichtmedikamentöse Behandlungsverfahren seien bei diesen Patienten angebracht.
Risperidon (Risperdal) ist ein ‚atypisches‘ Neuroleptikum, das die Lebensqualität erhöhen und die Reintegration ins gesellschaftliche Leben erleichtern soll. »Zurück ins Leben«, »Anna ist wieder da«, so oder ähnlich lauten die Werbesprüche.
In der Medical Tribune vom 26. Mai 2000 lobte der Hamburger Psychiater Dieter Naber Risperidon als »gut verträgliches Medikament« (Naber 2000). Just am gleichen 26. Mai 2000 wurden in Philadelphia der Psychiatriebetroffenen Elizabeth Liss 6,7 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld zugesprochen, zahlbar vom behandelnden Psychiater. Frau Liss war nach vierzehnmonatiger Verabreichung von Risperdal an tardiver Dyskinesie erkrankt, Unterform tardive Dystonie in Form von Krämpfen der Gesichts- und Nackenmuskulatur (vgl. Breggin 2000).
Clozapinartige Neuroleptika stehen generell unter Verdacht, insbesondere vegetative Störungen wie Neuroleptische Maligne Syndrome, Bauchspeicheldrüsen- und Leberstörungen zu produzieren.
Also wie war nochmal der Spruch, denn man so oft bei der Gabe der Medikamente hört?
Sie müssen noch Ihre Tabletten nehmen, die sind wichtig.
Müsste es nicht ab und zu lauten:
Nehmen Sie das Zeug bloß nicht, wir sprechen nochmal mit ihrem Arzt darüber.

Wir waren nie göttlicher…..Eine Anleitung zum Unglücklichsein… oder; Warum uns soziale Netzwerke unglücklich machen

Ob Facebook, Instagram, Tumblr oder Twitter – die Selbstinszenierung kennt keine Grenzen. Gab es früher einen Gott, wimmelt es in der virtuellen Welt heute von Göttinnen und Göttern, alle mit Allseligkeits- und Allmachtsanspruch, deren Markenzeichen eine gläserne Selbsttransparenz ist, inszeniert mit den schnöden Insignien subjektiver Selbstgefälligkeiten und gekürt mit dem Hauch des Banalen. Das Internet hat einen neuen Götterhimmel geschaffen, sei es Dagi Bee, Chiara Ferragni oder andere, die dank sozialer Netzwerke tatsächlich zu Ruhm und vor allem zu viel Geld gekommen sind. Doch das Gros der User kämpft verzweifelt, wie einst Sisyphos den verzweifelten Kampf um Sinn und Anerkennung; postet und postet, doch das Netz geriert nicht Anerkennung, sondern Ablehnung – und schlimmer noch mit gar keiner Reaktion, Haß, Neid und Mißgunst. Facebook und Co haben eben auch eine Realität, und die kann bitter sein.

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