Buchtipp

Das Harvard-Konzept

Das Harvard-Konzept bzw. Harvard-Ansatz ist die Methode des sachbezogenen Verhandelns. Das dahinterstehende Prinzip formulierte der amerikanische Rechtswissenschaftler Roger Fisher im Jahr 1981 gemeinsam mit William L. Ury in dem Buch Getting to Yes (deutscher Titel: Das Harvard-Konzept). Das Konzept beruht auf dem Harvard Negotiation Project der Harvard-Universität.

Ziel der Methode ist eine konstruktive und friedliche Einigung in Konfliktsituationen mit einem Win-Win-Ergebnis. Die Methode geht über klassische Kompromisse hinaus. Im Vordergrund steht der größtmögliche beiderseitige Nutzen, wobei über die sachliche Übereinkunft hinaus auch für beide Verhandlungsseiten die Qualität der persönlichen Beziehungen gewahrt bleiben soll.

Freiheitsbeschränkende Maßnahmen dürfen nur dann angewendet werden, wenn sie zum Schutz des Patienten unerlässlich sind

Das VG Würzburg hat in einem aktuellen Beschluss vom 01.09.2014, AZ: W 3 S 14.778 einmal mehr deutlich gemacht, dass freiheitsbeschränkende oder freiheitsentziehende Maßnahmen in stationären Einrichtungen nur dann angewendet werden dürfen, wenn sie zum Schutz gegen eine dringende Gefahr für Leib und Leben des Betroffenen unerlässlich sind. Hintergrund des Falles war die Frage, ob der Einsatz eines Bettes mit Bettgitter anstelle eines Niederflurbettes rechtmäßig ist.

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Auswertung von 44 tödlichen Vorkommnissen in Zusammenhang mit Bauchgurten

Es wurden insgesamt 44 Vorkommnisse ausgewertet, bei denen Patienten, die mit einem Bauchgurt im Bett fixiert waren, tot an oder vor ihren Betten aufgefunden wurden und bei denen der Verdacht auf einen Zusammenhang mit dem Fixiersystem nicht ausgeschlossen werden kann. Es ereigneten sich 43 dieser Fälle in Deutschland und ein Fall in Österreich.

In 27 Fällen lag eine ärztliche Verordnung oder richterliche Anordnung zur Fixierung vor oder die Patienten hatten in die Fixierung eingewilligt.
In 8 Fällen waren keine gültigen Dokumente vorhanden, für die restlichen Fälle liegen uns zu diesem Sachverhalt keine Angaben vor.

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PRISCUS-Liste: Verordnung ungeeigneter Medikamente hat abgenommen

Die Verordnung „potenziell inadäquater Medikamente“ an ältere Menschen ist in den letzten Jahren in Deutschland insgesamt leicht zurückgegangen. Ärzte verschreiben die Mittel jedoch noch immer in den höheren Altersgruppen, in denen sie besonders riskant sind. Dies geht aus einer Analyse von Verordnungszahlen der Techniker Krankenkasse hervor, die jetzt in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2014) veröffentlicht wurde.

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