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Sie finden hier Beratung, Coaching, Praxisbezug, Sachlichkeit

und realistische Visionen.

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Frank Ulrich
Betriebswirt, Gerontologe (FH), Moderator,Dozent

Systemischer Coach, Berater und Organisationsentwickler

 

Hier finden Sie:
• einen erfahrenen und sachkundigen Berater zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM)
• einen kompetenten Coach, Moderator und Dozent
• einen allparteilichen Vermittler in Konflikten
• einen qualifizierten Berater für Fragestellungen aus Ihrem
beruflichen Kontext
• einen analytischen Coach zur Beratung und Unterstützung bei Fragen
zu Führung, Neuorientierung und Teamentwicklung
• einen professionellen Seminarleiter, der relevante Inhalte mit Spaß
am Lernen und einem hohen Praxisbezug verbindet.

Mein Blog finden Sie direkt unter diesem Beitrag und in der Menüleiste rechts.

 

Die Generation X und Y ist die „Maslowsche Bedürfnispyramide“ hinten herrunter gefallen.

Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow erforschte gesunde, erfolgreiche und glückliche Menschen. Dabei entdeckte er, dass man die menschlichen Bedürfnisse nach einer bestimmten Rangordnung einteilen kann. Alle Bedürfnisse zusammen kann man sich gut als Schichten einer Pyramide vorstellen. Leider haben sich die Bedürfnisse junger Menschen aus den sogenannten Generationen X und Y etwas verschoben und somit verlieren diese Menschen einen wichtigen Bezug zur Realität und auch zunehmend die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

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Direktlink zum Beitrag bei XING

Achtsamkeit

„Es ist eine leise Revolution im Gange“

„Viele Menschen laufen auf Autopilot“, sagt Andreas de Bruin. Der Psychologe lehrt Achtsamkeit und Meditation. Er ist überzeugt, dass beides nicht nur Einzelnen guttut, sondern die Gesellschaft bereichert.

Kleiner Test: Wissen Sie noch, wie der Kaffee heute Morgen geschmeckt hat? Nein? Bei den meisten Menschen geht morgens schon der Autopilot an, sagt Achtsamkeitstrainer Günter Hudasch aus Berlin. Dadurch sind sie oft nicht bei dem, was gerade passiert. „Wenn sie unter der Dusche stehen, kochen sie in Gedanken Kaffee, wenn sie den Kaffee trinken, denken sie, ‚Ich muss los‘, und so weiter“, sagt der Vorsitzende des Verbandes der MBSR- und MBCT-Lehrer in Deutschland. Die beiden Abkürzungen stehen für verbreitete Trainingsprogramme für Achtsamkeit.

Hinzu komme das ständige Vergleichen mit anderen. „Wir sind immer am Checken“, sagt Hudasch. „Der Kollege hat schon wieder ein neues Auto – wie kann der sich das bloß leisten?“ Solche Vergleiche würden oft dazu führen, dass sich Menschen schlecht fühlen.

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Achtsamkeit zielt darauf ab, mehr im Jetzt und Hier zu leben. Es geht darum, dem Moment mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu ist es wichtig, den inneren Autopiloten abzuschalten und das Gedankenkarussell zu stoppen. Ziel ist es, mehr Gelassenheit zu entwickeln, erklärt Hudasch.

Das kann im Alltag in vielen Situationen helfen – an der Supermarktkasse, im Stau oder an stressigen Tagen im Job.

Warum sind Meditation und Achtsamkeit derart populär? Hier ein Interview mit Herrn Professor Andreas de Bruin zu diesem Thema.

Direktlink zum Interview mit Professor de Bruin

Das ändert sich ab 1. Januar 2017 / Neuregelungen und Gesetze

Der Mindestlohn steigt
Erstmals seit seiner Einführung im Jahr 2015 steigt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland mit Beginn des Jahres. Statt bislang 8,50 Euro pro Stunde gilt dann ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,84 Euro. Die Anpassung von 34 Cent orientiert sich dabei an der allgemeinen Lohnentwicklung.
Das Kindergeld wird angehoben
Der Kinderfreibetrag steigt 2017 von aktuell 4.608 Euro auf dann 4.716 Euro. In einem zweiten Schritt soll es dann 2018 auf 4.788 Euro nach oben gehen. Auch das Kindergeld steigt 2017: Um je zwei Euro pro Monat pro Kind.
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Tesla-Neukunden laden nicht mehr kostenlos
Wer sich für den Kauf eines Elektroautos vom Typ Tesla entscheidet, muss künftig für das Aufladen seines Fahrzeuges an den Schnellladestationen bezahlen. Während der Ladevorgang für Bestandskunden weiterhin kostenlos ist, müssen Käufer, die ihr Fahrzeug 2017 erwerben, zeit- und regionsabhängige Preise für die Supercharger zahlen.
Führerschein wird teurer
Wer im neuen Jahr eine theoretische Führerscheinprüfung ablegt, muss statt 11 Euro dann 11,90 Euro bezahlen. Wird die Prüfung am Computer vorgenommen, zahlen Prüflinge 10,60 Euro, die praktische PKW-Prüfung schlägt dann mit 91,50 Euro zu Buche – Motorradfahrer zahlen 121,38 Euro.
Hauptuntersuchung kostet mehr
Auch die Kosten für die Hauptuntersuchung steigen 2017 an. Künftig werden je nach Bundesland Gebühren in Höhe von 35 Euro und 54,86 Euro erhoben.
Wlan in Zügen wird kostenlos
Wer ab 1. Januar 2017 in ICE-Zügen der Deutschen Bahn unterwegs ist, dem steht ab Januar auch in der zweiten Klasse kostenloses WLAN zur Verfügung. Jeder Zugreisende erhält 200 MB Datenvolumen, darüber hinaus wird die Geschwindigkeit gedrosselt.
Mehr Geld für Hartz IV-Empfänger
Für Empfänger von Grundsicherung beginnt das neue Jahr mit mehr Geld im Portemonnaie, denn die Leistungen für Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, steigen mit dem neuen Jahr. Für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren fällt die Anpassung besonders hoch aus: Sie erhalten ab Januar 21 Euro mehr Grundsicherung. Dem Plus liegt die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts von 2013 zugrunde. Demnach ist der Bedarf in dieser Altersgruppe für Lebensmittel und Getränke erheblich höher als bisher berechnet, das teilte die Bundesregierung mit. Für Alleinstehende wurde der Satz von 404 auf 409 Euro im Monat angehoben.

 

Direktlink zum Beitrag

Nur Idioten haben keine Zweifel

Die Parteivorsitzende hält kurz inne, denkt über die Frage des Journalisten nach und sagt dann: »Ich zweifle, ob ich das Richtige tue. Ich gebe zu, ich weiß es nicht.« Ein lautes Raunen geht durch das Publikum der Pressekonferenz. Die Augenbrauen des Fragestellers wandern in die Höhe. Andere Journalisten rutschen auf der Stuhlkante nach vorn, halten Block und Stift umklammert und formulieren schon mal im Geiste den Aufmacher der Titelseite: Parteivorsitzende vollkommen planlos! Steht Rücktritt bevor?

So liefe es wohl, wenn Politiker oder andere Entscheidungsträger vor laufenden Kameras zweifeln würden: Die öffentliche Hinrichtung ließe nicht lange auf sich warten.

Seine Zweifel öffentlich zu Gehör zu bringen, ist ähnlich deplaziert wie ein lauter Rülpser beim stillen Gebet in der Kirche.

Gefragt sind Macher und keine Zweifler. Das oberste Gebot für alle, die sich berechtige Hoffnungen auf ihre Wiederwahl machen wollen: Zweifel beiseite schieben und Gewissheit verbreiten – auch dann, wenn es nur Hoffnungen oder Erwartungen sind. Macher kennen keine Zweifel. Sie kennen keine Fragen. Sie kennen nur Antworten.

Aber all das kann nicht verdrängen, dass Zweifel zum Leben gehören. Das wissen wir spätestens seit René Descartes, dem Vater der Aufklärung: »Der Zweifel ist der Weisheit Anfang.« Ohne Zweifel gibt es keine Bewegung, nichts Neues, keinen Fortschritt. Dass der Mensch in der Lage ist, all das, was ihm seine Sinne als Wirklichkeit nahe legen, zu bezweifeln, war für Descartes ein Zeichen dafür, dass der Mensch ein Bewusstsein hat.

Wer zweifelt, denkt. Wer zweifelt, existiert.

Anders ausgedrückt heißt das: Nur der Dumme kennt keinen Zweifel. Zweifel sind kein Zeichen von charakterlicher Instabilität, sondern wertvolle Impulse für unsere Entscheidungen. Sie können schlichtweg nicht entschieden und selbstbestimmt leben, ohne Zweifel auszuhalten. Leicht ist das nicht, aber es gehört zum Leben dazu. Der Schauspieler Matthias Brandt hat das in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung so ausgedrückt: »Jeder, der alle Tassen im Schrank hat, ist doch zerfressen von Selbstzweifeln. Die Irren, die richtig Gefährlichen – das sind die, die glauben, dass sie gut sind.«

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Direktlink zum Beitrag von Herrn Dr. Peter Kreuz auf Xing

Bettgitter ohne Genehmigung: Freiheitsstrafe für Heimleiterin

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
dieser Artikel zeigt sehr gut, wie die Rechtslage aussieht, wenn Heimleiter völlig undifferenziert und unfachlich mit diesem Thema umgehen. Vielleicht empfindet jemand die Strafe für die Heimleiterin als zu hart, ich persönlich teile die Entscheidung und finde, dass dieses Thema in der Pflegelandschaft noch viel zu unsensibel betrachtet wird.
Eine FEM ist für den Bewohner immer eine Form der Gewalt… und auch eine richterlich genehmigte FEM bleibt für den Betroffenen Gewalt. Dass es für fast alle Situationen Alternativen gibt, kann man in vielen Einrichtungen schon sehr gut sehen, leider sieht die Situation in einem Großteil der Pflegeeinrichtungen noch nicht so gut aus.
… und hier jetzt der Artikel aus Saarbrücken:
Das Amtsgericht Saarlouis hat eine Ex-Heimleiterin wegen Freiheitsberaubung in acht Fällen zu sieben Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss die Ex-Heimleiterin eine Geldauflage von 1000 Euro an die Landeskasse zahlen.
Nach Feststellung des Gerichts war die Frau dafür verantwortlich, dass bei acht Bewohnern des Heimes im Mai/Juni 2015 nachts regelmäßig die Bettgitter eingesetzt wurden. In drei Fällen soll jeweils auch ein Bauchgurt zur Fixierung benutzt worden sein.
Nach Erkenntnis der Ermittler hatte die Heimleiterin zwischen dem 1. Mai und dem 30. Juni 2015 bei Patienten das Hochstellen der Bettgitter für die Zeit der Nachtruhe (20.00 bis 6.00 Uhr) angeordnet. Die Beschuldigte räumte dies ein, betonte aber, dass sie mit Zustimmung des jeweiligen Betreuers oder der jeweiligen Verwandtschaft der Bewohner gehandelt habe. Außerdem seien die Bettgitter aus Gründen der Gefahrenabwehr und zum Schutz der Bewohner genutzt worden.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft und nach Feststellung des Amtsgerichts kann all dies die Fixierung der Senioren am Bett grundsätzlich nicht rechtfertigen. Gemäß Rechtsprechung der deutschen Gerichte handelt es sich beim Nutzen von Bettgittern oder gar dem Einsatz von Fesselgurten um freiheitsentziehende Maßnahmen.

Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben?

Viele Menschen definieren sich über ihren Job und arbeiten mehr als das sie leben. Für sie ist das ein Akt der Selbstverwirklichung. Die Arbeitsleistungen, das Gehalt oder die Projekte geben dem Leben erst Sinn. Wer sich über seine Arbeit definiert, der lebt, um zu arbeiten.

Aber zu viel Arbeit kann auch krank machen. Wer hat noch nicht von Burn-out, Depressionen oder Stress als Folgen von zu viel Arbeit gehört? Bei Studenten kommt neben dem Studium und der Freizeit oft noch ein Nebenjob hinzu, der das Überleben sichert. Wie lassen sich Arbeit und Leben unter einen Hut bringen? Wie lebt und arbeitet es sich richtig?

Macht Arbeit glücklich?

Ja, es ist wirklich wahr: Arbeit trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Statistiken belegen, dass Erwerbstätige eine höhere Lebenszufriedenheit haben als Arbeitslose. Dabei geht es um wesentlich mehr, als um das Geldverdienen für das Essen oder die Wohnung. Wer arbeitet, fühlt sich gebraucht und kann im Idealfall sich selbst verwirklichen. Konfuzius soll angeblich gesagt haben, dass der, der einen Beruf wählt, den er liebt, nie mehr im Leben arbeiten muss. Durch einen Job hast du mehr als nur Geld, du bekommst Kollegen und im besten Falle Anerkennung und Freiraum zur Selbstverwirklichung. Durch die Arbeit bekommt für viele Menschen das Leben erst einen Sinn.

Die richtige Balance finden.

Je nach Studiengang hören viele Studenten oft den Satz „Und was machst du damit? Davon kann man doch nicht leben!“. Aber was sollst Du mit einem Studiengang, der dir langfristig gesehen eine Jobperspektive bietet, wenn du dann in diesem Job nicht glücklich wirst? Was, wenn du dein Studium sogar abbrechen musst, weil du den Ansprüchen nicht gerecht wirst?

Arbeit ist nicht alles. Denn das Leben ist viel zu kurz um unzufrieden zu sein.

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Geld sollte immer nur Mittel zum Zweck sein und nicht das Leben bestimmen.
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Auch mit weniger Geld lässt es sich gut leben, denn du lebst nicht um zu arbeiten.

Hier ein Tipp um Arbeit und Leben in Balance zu halten:

Stellen Sie sich am Anfang folgende Frage:

Was sind meine langfristigen Ziele, was macht mich glücklich und zufrieden?

Wenn das dann ein gut bezahlter Job ist, umso besser. Achte darauf, auch für dich ab und zu Zeit einzuplanen. Mittlerweile ist auch vielen Unternehmen klar, dass nur ein zufriedener Angestellter, ein nicht überforderter oder unterforderter Mitarbeiter gute Leistungen bringt.

Wer viel arbeitet, findet bei Sport, Yoga oder einem Stückchen Schokolade Entspannung und kann richtig den Kopf frei kriegen und das Gedankenkarussell rund um Arbeit, Fristen oder andere Unannehmlichkeiten stoppen.

Sollte der Arbeitsalltag doch einmal völlig aus dem Ruder laufen, kommt hier die ultimative Lösung um nicht selbst schaden zu nehmen.

Gehen Sie für 5 Minuten in einen Raum in dem Sie ganz für sich alleine sind, kommen zur Ruhe und sagen zu sich folgen Satz;

I c h    b i n    n i c h t     a u f     d i e s e r     W e l t ,   

u m    e s    a n d e r e n     R E C H T     z u    m a c h e n ! !

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Der Reformationstag am 31. Oktober wird 2017 ein bundesweiter Feiertag.

Am 31. Oktober erinnern evangelische Christen an die 95 Thesen, die Reformator Martin Luther 1517 der Legende nach an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hatte.

Bereits im Dezember 2012 hatte sich die Ministerpräsidentenkonferenz dafür ausgesprochen, den 500. Reformationstag mit einem bundesweiten Feiertag zu begehen. Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fassten bereits entsprechende Beschlüsse oder signalisierten Unterstützung.

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In den östlichen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Reformationstag immer ein Feiertag.

Link zur Veröffentlichung der Bundesregierung

Sicherheit durch freiheitsentziehende Maßnahmen ? Ein Irrweg mit schlimmen Folgen.

Immer wenn verwirrte und gebrechliche Menschen in Alten- und Pflegeheimen fixiert werden, spiele das Streben nach Sicherheit die entscheidende Rolle. Das ist der falsche Ansatz!

Gurte, Bettgitter und geschlossene Stationen – in den Pflegeheimen im Kreis Stormarn im Osten von Hamburg kommen sie nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz. Einige Heime schaffen es oft ganz ohne Fixierungen, wie zum Beispiel das „Haus am See“ in Lütjensee und das „Haus Billetal“ in Trittau.

Die Erfahrungen bei Pflegenden und Angehörigen: uneingeschränkt positiv.

Es ging um Sicherheit. Immer wenn verwirrte und gebrechliche Menschen in Alten- und Pflegeheimen fixiert werden, spiele das Streben nach Sicherheit die entscheidende Rolle. „Wir Pflegenden haben das so gelernt“, erzählt Michael Mitter, Pflegedienstleiter im „Haus am See“ in Lütjensee. „Unsere ganze Denkweise drehte sich darum, wie wir den alten Menschen vor Schaden bewahren können. Wie schädlich und auch grausam freiheitsentziehende Maßnahmen tatsächlich sind, das haben viele Menschen in den letzten Jahrzehnten völlig übersehen“, sagt der Pflegedienstleiter.

Gemeinsam mit ihrem 330 Mann und Frau starken Team machte sich das Unternehmen 2012 auf den „Werdenfelser Weg“, begleitet und beraten vom Einrichtungsleiter Frank Ulrich, der sich vorab zum Verfahrenspfleger ausbilden lassen hat. Mit den Richterinnen und Richtern der Amtsgerichte sowie mit den Hausärzten der Einrichtung fand man einige Mitstreiter, die das Ziel ,weniger Fixierungen’ „von Anfang an sehr motiviert vertraten“.

Heute liegt die sogn. „FEM-  Quote“ im „Haus am See“ bei 0%.   „Der größte Wechsel muss im Kopf der Menschen stattfinden“, sagt Frank Ulrich, und Michael Mitter nennt es den „wirklichen Erfolg bei der Sache“, dass eben dieses Umdenken im Unternehmen innerhalb von drei Jahren in großem Stil stattgefunden habe. „Wir hatten noch nie viele Fixierungen in unserem Haus und schon immer ein Bewusstsein für die Freiheit, aber wir haben ein noch größeres Bewusstsein dafür geschaffen, dass die Freiheit der Menschen höher zu bewerten ist als viele Sicherheitsaspekt.“

Link zum „Haus am See“ und weiteren Presseberichten zu diesem Thema

Die therapeutischen Lüge… O D E R ; „Nehmen Sie bitte noch Ihre Tablette, die ist g u t für Sie“

Nach aktuellen Erkenntnissen v e r k ü r z e n alle Neuroleptika die Lebensdauer dementer Patienten.

Und wenn die Tablette ein Neuroleptika ist?
Und wenn es, sagen wir mal „Risperdal“ ist?
Sicherlich haben Sie diesen Spruch auch schon oft gehört und vielleicht haben Sie sich dann auch gefragt, … stimmt dass denn eigentlich?
Sind Neuroleptika (gerade in der Langzeittherapie) denn wirklich „gut“?
Neuroleptika, auch Antipsychotika oder Nervendämpfungsmittel, wirken psychotischen Symptomen wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen entgegen. Gleichzeitig haben sie oft eine beruhigende, dämpfende Wirkung.
Neuroleptika werden vor allem bei schizophrenen Erkrankungen eingesetzt, und zwar sowohl zur Linderung der akuten Symptome als auch als Langzeitbehandlung, um Rückfälle zu verhindern. Weiterhin kommen sie bei Manien und schizoaffektiven Erkrankungen zum Einsatz.
Daneben werden Neuroleptika auch bei organisch bedingten psychischen Störungen und D e m e n z e n verordnet, bei denen es zu Verwirrtheitszuständen und starker Unruhe kommt.
Neuroleptika beeinflussen den Stoffwechsel des Botenstoffs Dopamin. Sie führen dabei zu einer Blockade der Rezeptoren für Dopamin im Gehirn, so dass der Botenstoff an der Empfängerzelle (der postsynaptischen Nervenzelle) keine Wirkung entfalten kann.
Die „atypischen“ Neuroleptika können zu massiver Gewichtszunahme führen. Damit steigt nicht nur das Risiko, an Diabetes zu erkranken, sondern auch das Risiko von Schlaganfällen.
Nach aktuellen Erkenntnissen v e r k ü r z e n alle Neuroleptika die Lebensdauer dementer Patienten.
Ein Bericht aus Großbritannien enthält folgende schockierende Berechnung:
Wenn 1.000 Patienten mit Demenz wegen Verhaltensstörungen zwölf Wochen lang atypische Neuroleptika einnehmen, führt das bei 91 bis maximal 200 von ihnen zu einer (geringen) Besserung.
Anderseits s t e r b e n etwa 10 Patienten zusätzlich und 18 Patienten erleiden einen Schlaganfall, der bei jedem Zweiten schwer ist. Dehnt man den Behandlungszeitraum auf zwei Jahre aus, kommen Hochrechnungen auf bis zu

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Der Nutzen dieser Psychopharmaka bei Demenzkranken ist also gering, der Schaden groß. Erstaunlich ist, dass trotzdem der größte Teil der Ärzte und des Pfegepersonals meint, Neuroleptika würden in dieser Situation gut helfen. Gleichzeitig sind aber dieselben Fachleute der Ansicht, vor allem nichtmedikamentöse Behandlungsverfahren seien bei diesen Patienten angebracht.
Risperidon (Risperdal) ist ein ‚atypisches‘ Neuroleptikum, das die Lebensqualität erhöhen und die Reintegration ins gesellschaftliche Leben erleichtern soll. »Zurück ins Leben«, »Anna ist wieder da«, so oder ähnlich lauten die Werbesprüche.
In der Medical Tribune vom 26. Mai 2000 lobte der Hamburger Psychiater Dieter Naber Risperidon als »gut verträgliches Medikament« (Naber 2000). Just am gleichen 26. Mai 2000 wurden in Philadelphia der Psychiatriebetroffenen Elizabeth Liss 6,7 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld zugesprochen, zahlbar vom behandelnden Psychiater. Frau Liss war nach vierzehnmonatiger Verabreichung von Risperdal an tardiver Dyskinesie erkrankt, Unterform tardive Dystonie in Form von Krämpfen der Gesichts- und Nackenmuskulatur (vgl. Breggin 2000).
Clozapinartige Neuroleptika stehen generell unter Verdacht, insbesondere vegetative Störungen wie Neuroleptische Maligne Syndrome, Bauchspeicheldrüsen- und Leberstörungen zu produzieren.
Also wie war nochmal der Spruch, denn man so oft bei der Gabe der Medikamente hört?
Sie müssen noch Ihre Tabletten nehmen, die sind wichtig.
Müsste es nicht ab und zu lauten:
Nehmen Sie das Zeug bloß nicht, wir sprechen nochmal mit ihrem Arzt darüber.